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Morphin Artikel Strukturformel des Morphins Morphin (C17H19NO3) ist ein Alkaloid, das natürlicherweise in dem Opium vorkommt (Opiat). Es wirkt als Opioid und wird in der Medizin als das stärkste bekannte natürliche Schmerzmittel (Analgetikum) eingesetzt
Buch-Tipp: Basiswissen: Umgang mit Borderline-Patienten Hervorragende Einführung - klar, informativ, nachdenklich Dieses Buch richtet sich eindeutig an Personen, die als Therapeuten mit Borderline-Patienten zu tun haben - seien sie Ärzte, Psychotherapeuten oder Pfleger. Aber auch Menschen, die in anderer Weise qualifiziert Hilfe für Betroffene leisten möchten, können hier - wie die Verlagsreihe verspricht... | |
Morphin wird aus Opium, d.h. aus dem getrockneten Milchsaft des Schlafmohns (Papaver somniferum), gewonnen. Es wird aus Phenylalanin und 4-Hydroxyphenylacetaldehyd synthetisiert. Dabei ist Norcoclaurin ein wichtiges Zwischenprodukt. Über Reticulin werden dann die Morphinan-Alkaloide gebildet, zu denen das Morphin gehört.
Buch-Tipp: Die Gesundheitsmafia. Wie wir als Patienten betrogen werden Wie kann man dem entgegentreten? Dem ehemaligen Gesundheitsminister Seehofer und auch Frau Ulla Schmidt ist es schon mal gelungen, die Kosten in dem Gesundheitswesen für kurze Zeit zu stoppen. Für eine sehr kurze Zeit wohlgemerkt, denn stets wieder hat es z. B. die Pharmaindustrie auch in Deutschland geschafft, hier wieder zur alten "Ordnung"... |
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Morphin wird zur Behandlung von starken und stärksten Schmerzen benutzt. Als Darreichungsformen gibt es Retardkapseln und -tabletten, Tropfen sowie Injektionslösungen.
Im Vergleich zu anderen Ländern wird in Deutschland wenig Morphin verschrieben.
Zum Beispiel ist die verordnete Gesamtmenge für Tumorpatienten in Dänemark siebenmal höher. Schätzungen zufolge könnten in Deutschland bis zu einer Million Menschen auf die Gabe von Opiaten angewiesen sein. Die 1996 verschriebene Menge an entsprechenden Medikamenten gewährleistete eine Behandlung von höchstens 150 Tausend Patienten.
Der Grund hierfür kann sowohl in der nach heutiger Lehrmeinung unbegründeten Angst vor starken Nebenwirkungen, als auch in dem bürokratischen Verschreibungsverfahren, das speziell zu beantragende, so genannte BtM-Rezeptformulare erfordert, liegen. Umfragen Ende der 90er Jahre haben gezeigt, dass lediglich ein Drittel der niedergelassenen Allgemeinmediziner über die notwendigen BtM-Formulare verfügt, bei den Chirurgen waren es sogar ca. 10%.
Buch-Tipp: Die Krankheitserfinder. Wie wir zu Patienten gemacht werden. Zwiespältig An dem, was der Autor schreibt, ist viel Wahres -- ein Teil der Pharma-Unternehmen (aber bitte NICHT "die Pharmaindustrie") versuchen, Krankheiten zu erfinden und ihre Medikamente umzudefinieren, koste es was es wolle.
Das ist die eine Seite. Die andere ist, dass der Autor über die Stränge schlägt. Klar ist es normal, dass die Knochen... |
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Vermutlich greift Morphin direkt am Zentralen Nervensystem (ZNS) an. Es lagert sich reversibel an spezielle Rezeptoren, die sog. Opiatrezeptoren, an und blockiert diese. Dadurch wird die Schmerzweiterleitung verhindert und das Schmerzempfinden des Patienten gesenkt.
Weitere Wirkungen von Morphin, die teilweise unerwünscht sind (Nebenwirkungen), sind Suchtgefahr, Atemdepression, Verstopfung, Störungen des Bewusstseins (Halluzinationen, Dysphorie) und Abfall des Blutdrucks. Daneben unterdrückt Morphin den Hustenreiz (antitussive Wirkung). Zu Beginn der Therapie kommt es zu Übelkeit und Erbrechen, da Morphin direkt auf das Brechzentrum in dem Hirnstamm wirkt. Nach einiger Zeit lässt diese Nebenwirkung allerdings nach, da Morphin schließlich das Brechzentrum selbst lähmt.
Bei Patienten mit starken Schmerzen treten die meisten dieser Probleme in den Hintergrund, da der Schmerzreiz die Atmung stimuliert und so die eigentlich tödliche Atemlähmung praktisch nicht eintritt. Moderne Retardprärparate, die für konstante Wirkspiegel in dem Blut sorgen, minimieren die Suchtgefahr, die bei Patienten mit infauster Prognose ohnehin keine Rolle spielt.=== Vergiftung ===
Sollte eine Morphinvergiftung vorliegen, kann man diese durch Gabe von Naloxon behandeln. Naloxon verdrängt Morphin von den Opiatrezeptoren und hebt dadurch die Wirkung auf. Dabei sollte vorsichtig dosiert werden. Wird zu viel Naloxon verabreicht, kann der Konsument von der Überdosis direkt in den Entzug übergehen.
Buch-Tipp: Die Krankmacher. Wie Ärzte und Patienten immer neue Krankheiten erfinden ein informatives Buch Bartens Buch ist nicht ganz so zugespitzt-polemisch, wie es beim ersten Anschein wirkt, auch wenn der Einfall, die "Zielgruppen" bestimmter Krankheiten und ihre "Vorteile" satirisch darzustellen, durchaus sehr witzig ist. Aber hinter dieser pfiffigen, teils schnoddrigen Präsentation verbirgt sich ein ernsthaftes, sachkundiges... |
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